22.05.2024 | Forschung

Systemische Rückwirkungen durch Ladestrategien – Effekte auf die Umweltbilanz von Elektrofahrzeugen

Daniela Wohlschlager von der FfE beschäftigt sich in ihrer Dissertation am TUM Campus Straubing mit der Ökobilanz von Ladestrategien. Die systemischen Rückwirkungen im Energiesystem spielen dabei eine entscheidende Rolle. Die Ergebnisse der Analysen sind in einem kürzlich eingereichten wissenschaftlichen Journal-Beitrag dargelegt. Der Beitrag ist derzeit als Pre-Print verfügbar und erfolgte in Zuammenarbeit mit Stephan Kigle, Anika Neitz-Regett (FfE), Vanessa Schindler (IREES) und Prof. Magnus Fröhling (TUM Campus Straubing).

Die Ergebnisse zeigen: Aus ökologischer Perspektive kann vor allem der großflächige Einsatz bidirektionaler Ladestrategien (V2G) einen systemischen Mehrwert darstellen. So kommt eine vergleichende Lebenszyklusanalyse (LCA) zum Ergebnis: Die Nutzung von Fahrzeugbatterien als flexible Speicheroption fürs Energiesystem können den Bedarf an stationären Batteriespeichern in Deutschland um bis zu 117 GWh reduzieren. Dadurch können nicht nur Emissionen, sondern vor allem Ressourcen eingespart werden. Die Studie zeigt außerdem, dass V2G-Laden mittelfristig (2030-2035) die Dekarbonisierung der Stromerzeugung beschleunigt, indem die zusätzliche Speicherkapazität zur effizienteren Integration erneuerbarer Energien führt.

Link zur Veröffentlichung (als Pre-Print): Environmental Effects of Vehicle-to-Grid Charging in Future Energy Systems – a Prospective Life Cycle Assessment by Daniela Wohlschlager, Stephan Kigle, Vanessa Schindler, Magnus Fröhling, Anika Neitz-Regett :: SSRN

Daniela Wohlschlager, FfE