TP Grid

Im Rahmen des Teilprojekts Grid werden in Zusammenarbeit von Bayernwerk Netz GmbH, Consolinno Energy GmbH, EAM Netz GmbH, EWE Netz GmbH, FfE, Flavia IT-Management GmbH, Power Plus Communications AG, Stadtwerke München GmbH, TenneT TSO GmbH und Viessmann wesentliche und sektorübergreifende Grundlagen für die in den Realtests verwendeten Hard- und Softwarekomponenten als auch für die Steuerungs- und Regelstrategien geschaffen. Wichtige Schwerpunkte zur Integration von dezentralen kleinteiligen Flexibilitäten im Stromnetz bilden hierbei die Entwicklung des Messsystems, die Schnittstellen zwischen den jeweiligen Stakeholdern, den Prozess zur Erbringung von Systemdienstleistungen, Algorithmen zur systemischen Ermittlung des Flexibilitätspotentials als auch die Weiterentwicklung von netzdienlichen Koordinationsmechanismen mit Bezug zu §14a EnWG. Durch das hohe Maß an Interoperabilität liegt eine starke Verflechtung der in diesem Teilprojekt durchgeführten Tätigkeiten vor. Hierdurch können grundlegende Handlungsempfehlungen für Politik und Normungsgremien abgeleitet werden.

In Teilprojekt Grid bestimmen drei übergeordnete Ziele die Zusammenarbeit

Entwicklung und reale Umsetzung eines clusterübergreifenden Konzepts für den Einsatz von iMSys

Abstimmung eines Koordinationsprozesses für einen harmonischen Einsatz von Flexibilitäten

Erstellung eines Erbringungskonzepts sowie die Definition technischer Anforderungen an kleinteilige Felxibilitäten zur Erbringung von Systemdienstleistungen

Gemeinsam werden innovative Lösungen erarbeitet

Im Rahmen des Teilprojektes werden essenzielle Grundlagen sowohl für die anderen Arbeitsschwerpunkte innerhalb des Projekts als auch für die in den Teilprojekten verorteten Feldtests geschaffen. Es werden Methoden und Strategien erarbeitet, um netzdienliche Prozesse, insbesondere im Hinblick auf einen steigenden Anteil der Elektromobilität, abbilden zu können. Der Fokus liegt hierbei in der Integration von dezentralen, kleinteiligen steuerbaren Verbrauchern nach §14a des EnWG. Darüber hinaus werden, aufbauend auf den netzdienlichen Prozessen, marktbasierte Ansätze erarbeitet. Einen Schwerpunkt bildet dabei der Koordinationsmechanismus, welcher sowohl die Kundenwünsche als auch Marktanreize in Abhängigkeit der Netzauslastung berücksichtigen soll.

Das Teilprojekt verfügt über eine sehr breite Aufstellung von Themen und bildet somit die Interessen aller Stakeholder entlang der Wertschöpfungskette ab. Durch das hohe Maß an Verzahnung innerhalb des Teilprojekts Grid ist sichergestellt, dass die entwickelten Konzepte und technischen Anforderungen eine gesamtheitliche Struktur darstellen.

Fokus des Teilprojekts ist die Schaffung von Grundlagen für die reale Erprobung im Feld

Die im Cluster erarbeiteten Grundlagen werden im weiteren Verlauf des Projekts in Simulationen, Labor- und Feldtests implementiert. Erste Impulse für die Cluster konnten bereits gesetzt werden.

Für die Anforderungen an das Mess-, Steuerungs- und Regelsystem wurde ein clusterübergreifender Steckbrief erstellt. In diesem werden Use Case spezifisch alle Spezifikationen gesammelt, abgestimmt und als ganzheitliches Konzept für alle Feldtests herangezogen. Essentielle Parameter, wie beispielsweise die exakte Umsetzung von Leistungslimits mit Fokus auf Messgenauigkeit und Realisierungsdauer, bilden hierbei einen Schwerpunkt.

Im Rahmen erster Untersuchungen wurde als Basis ein reales Niederspannungsnetz mit verschiedenen E-mobilitätsdurchdringungsraten betrachtet. Es konnte nachgewiesen werden, dass gerade im Zusammenspiel mit dem Ausbau an Wärmeverbrauchern, die von der Bundesregierung vorgegebenen Zielgrößen zu kritischen Netzsituationen führen. Aufgrund dessen, dass eine Netzausbaumaßnahme nicht immer im gleichen Tempo wie der Zubau an flexiblen Verbrauchern stattfindet durchgeführt werden kann, ist die Möglichkeit eines steuernden Eingriffs durch den VNB notwendig. In diesem Kontext wurden verschiedene Steuerungsstrategien untersucht. Es zeigte sich, dass ein Steuerungszeitraum von 2 h, unabhängig von der Leistungsreduzierung am flexiblen Verbraucher, nicht ausreichend ist um Netzengpässen entgegenwirken zu können. Im Notfall wären Zeiträume von min. 4 Stunden erforderlich.

Im Teilprojekt Grid sind vielfältige Kompetenzen vertreten

Ansprechpartner:in

Jeanette Münderlein

Jeanette Münderlein

Leitung TP Grid
E-Mail schreiben

Ansprechpartner:in

Matthias Schilcher

Leitung TP Grid
E-Mail schreiben

Aktuelles aus dem Teilprojekt

Simon Köppl
Simon Köppl
Gesamtprojektleitung
+49 89 158121 78
E-Mail schreiben
Michael Hinterstocker
Michael Hinterstocker
Gesamtprojektleitung
+49 89 158121 53
E-Mail schreiben
Elisabeth Springmann
Elisabeth Springmann
Stellvertretende Gesamtprojektleitung
+49 89 158121 28
E-Mail schreiben