sun-E ist als süddeutsches Cluster innerhalb unIT-e² angesiedelt. Die Forschungsaktivitäten und Realerprobungen des Clusters fokussiert sich auf die Synergien von netzdienlichen und marktorientierten Ladestrategien innerhalb eines PV-geprägten Netzumfeldes. Im Kontext von Energiedienstleistungen steht die Kundenperspektive für Eigenheim-Besitzer:innen bei allen Use Cases im Vordergrund.

„Nur als Gesamt-Ökosystem betrachtet, kann man mit allen Partnern in der Energiekette zusammen eine optimale Value Proposition Richtung Endkunde liefern. Mit dem Cluster sun-E freue ich mich Teil dieses Ökosystems zu sein, das per Definition nur dann stabil bleibt, wenn sowohl die marktorientierte- als auch die netzdienliche Seite beachtet wird.“

Heleen Wilmink
Cluster Leitung sun-E, BMW AG

In Cluster sun-E bestimmen vier übergeordnete Ziele die Zusammenarbeit

Nutzer:innen von Elektrofahrzeugen aus verschiedenen Kundensegmenten ermöglichen beim Laden zu Hause von verschiedenen Ladestrategien zu profitieren

Bewirtschaftungs- und Vermarktungsstrategien für kleinteilige Flexibilitätsoptionen entwickeln

Eine umfassende Standardisierung über die gesamte Wirkkette erreichen, die wiederum Komfortgewinne und Kostensenkungen für die Kundinnen und Kunden verspricht

Effektive Anreizkonzepte entwickeln mit einer möglichst hohen Akzeptanz und Zufriedenheit bei Endanwender:innen die die Ladestrategien unterstützen

Gemeinsam werden innovative Lösungen erarbeitet

  • Diversifizierte Testumgebungen zu Hause bieten die Möglichkeit die gesamte Wirk- und Prozesskette (ISO 15118-2, OCPP2.1, EEBUS, SMGW) umfassend auf ihre Funktionalität zu prüfen.
  • Die Interoperabilität der einzelnen Kettenglieder bzw. Komponenten vom Verteilnetz bis zum Fahrzeug wird optimiert.
  • Im Feldversuch werden Konzepte erforscht, wie Fahrzeuge in marktorientierte und netzdienliche Use Cases eingebunden werden können, um neue
    Vermarktungsstrategien für Ladeinfrastruktur zu entwickeln.
  • Zur hohen Akzeptanz seitens Endnutzerinnen und Endnutzern sollen auch Nutzerstudien hinsichtlich attraktiver Geschäftsmodelle und regulatorischer Rahmenbedingungen, sowie ein Online-Prüftool zur Netzintegration beitragen.
Sun E Struktur Grafik

Fokus aller Cluster in unIT-e² ist die reale Erprobung im Feld

Die im Cluster erarbeiteten Use-Cases werden im weiteren Verlauf des Projekts im Rahmen von Feldtests untersucht.

BUC PV

  • Der Hauseigentümer verfügt über eine eigene Photovoltaik-Anlage (PV), welche während des Tages eine variierende elektrische Leistung liefert
  • Die elektrische Leistung wird entweder im Haus verbraucht (durch Haushaltgeräte, beim Laden vom EV oder für eine Wärmepumpe), in einem Stromspeicher (zwischen-) gespeichert oder gegen eine EEG-Einspeisevergütung ins Netz eingespeist
  • Im Fall der Eigenverbrauchsoptimierung wird die Leistung der PV-Anlage primär dafür genutzt, den Bedarf in der Liegenschaft zu decken zu Lasten der Netz-Rückspeisung

BUC dynam Strompreise

  • Der Energielieferant gibt die Preisvolatilität am Day-Ahead- und Intraday-Großhandelsmarkt über Preistabellen an den Anschlussnutzer weiter​
  • Die resultierenden Tarife können dabei sich dabei aus Day-Ahead-Preisen und kurzfristigen (dynamischen) Bestandteilen bis zu 5min vor t0 zusammensetzen​
  • Der Anschlussnutzer kann über intelligentes Energiemanagement seine flexiblen elektrischen Lasten so steuern, dass er von günstigen Preisen am Großhandelsmarkt profitiert. Dazu zählt insbesondere die Kostenoptimierung des EV-Ladevorgangs​

BUC Hüllkurve

  • Der Energielieferant bietet dem Anschlussnehmer einen Energievertrag mit verminderten Netzentgelten an.
  • Im Gegenzug erlaubt der Netzanschlussnehmer dem zuständigen Netzbetreiber die regulatorisch definierte, netzdienliche Steuerung von unidirektionalen Flexibilitätsoptionen (bspw. Elektrofahrzeug, PV-Anlage).
  • Im Bedarfsfall (bspw. Spannungsbandverletzung oder strombedingter Engpass im Netzgebiet) kann der Netzbetreiber nun am Netzanschlusspunkt vorhandene Flexibilitätsoptionen aktiv ansteuern, um den Leistungsbezug dynamisch zu begrenzen (PLim).
  • Der Netzbetreiber gibt die verminderten Netzkosten über den Energielieferanten in Form verminderter Netzentgelte an den Anschlussnehmer/ Anschlussnutzer weiter.
  • Die Information über den steuernden Eingriff und die erfolgte Leistungsanpassung kann/muss an folgende Akteure weiter gegeben werden: aEMT, pEMT, VNB.

BUC PRL

  • Bereitstellung von Primärregelleistung aus aggregierten kleinteiligen Flexibilitätsoptionen
  • Anpassung des Wirkleistungsaustausches mit öffentlichem Netz auf Poolebene in Abhängigkeit von Abweichung der Netzfrequenz von 50 Hertz bzw. auf das Abrufsignal
  • Ausarbeitung von Vorschlägen zur Weiterentwicklung der Präqualifikations-Bedingungen
  • Unterstützung durch Automatisierung ausgewählter Prozessschritte
  • Umsetzung Pilotbetrieb durch Anbindung an Equigy-Crowd Balancing Platform über Schnittstelle geplant (Anm.: Equigy-CBP nicht Teil von unIT-e²)

Im Cluster sun-E sind vielfältige Kompetenzen vertreten

Veröffentlichungen

Manolopoulos, Ana Frazao Vieira; Hirsch, Sebastian; Saller, Sonja

Einstellung der deutschen Bevölkerung gegenüber Elektromobilität im Zeitreihenvergleich

Homepage CENTOURIS (Institut der Universität Passau)

Partner: Universität Passau | Teilprojekt: sun-e | Schlagwörter: Akzeptanz, Öffentlichkeitsbeteiligung
Veröffentlichung: 2022/07 | E²Link: unit-e2.de/117645

Ansprechpartner:in

Heleen Wilmink

Leitung Cluster sun-E
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Ansprechpartner:in

Sebastian Bothor

Leitung Cluster sun-E
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Aktuelles aus dem Cluster

Simon Köppl
Simon Köppl
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