Das Cluster Cit-E-Life widmet sich der effizienten und sicheren Integration von Elektromobilität in das Stromnetz im komplexen urbanen Umfeld der Städte Düsseldorf und München. Dabei sollen urbane Herausforderungen wie das Mehrparteienhaus entlang der Prozesskette zwischen Automobil- und Energiewirtschaft identifiziert und Lösungen erarbeitet werden.

Unser Anliegen ist es, unter Berücksichtigung regulatorischer und akteursspezifischer Anforderungen, marktnahe und zukunftsfähige Lösungen für das intelligente und dezentrale Energiesystem von Morgen zu schaffen. Dabei ermöglicht uns das breite Feld an Partnern im Cluster Cit-E-Life das Energiesystem ganzheitlich zu betrachten und gemeinsam die vernetzte Energie- und Mobilitätswende umzusetzen."

Alexander Agnesens
Project Engineer & Innovation Manager, Schneider Electric

In Cit-E-Life bestimmen vier übergeordnete Ziele die Zusammenarbeit

Interoperable Prozesskette

Entwicklung einer sicheren und interoperablen Prozesskette von der Netzleitstelle über den digitalen Netzanschluss (iMSys + EMS) des Gebäudes bis zum Endverbraucher

Sichere Kommunikation

Implementierung von sicheren Kommunikationskanälen für den Austausch von Leistungsvorgaben und Tarifinformationen mit einem Energiemanagementsystem in Gebäuden und Liegenschaften

Einfache Lösungen für die Energiewende

Als Teil einer übertragbaren Gesamtsystemarchitektur sollen die in Cit-E-Life umgesetzten Lösungen Bausteine einer schnellen, sicheren und betreibbaren Energieinfrastruktur bilden

Umsetzungsnahe Forschung

Entwicklung von marktnahen und zukunftsfähigen Lösungen mit konkreten Mehrwerten nicht nur für die Akteure der Energie- und Mobilitätswirtschaft, sondern auch für die EndverbraucherInnen

Gemeinsam für die digitale und vernetzte Energie- und Mobilitätswende

  • 8 Partner in unserem Cluster decken die komplette Wirkkette vom Stromnetz über den digitalen Netzanschluss (SMGW - EMS) des Mehrparteienhauses bis zum Elektrofahrzeug ab und ermöglichen so eine ganzheitliche Sichtweise auf die integrierte Energie- und Mobilitätswende im urbanen Umfeld.
  • 6 Use Cases von der Beobachtbarkeit des Netzes über die marktliche Optimierung von Anlagen und Elektrofahrzeugen bis hin zu netz- und systemdienlichen Leistungen werden in unserem Cluster schwerpunktmäßig behandelt.
  • 3 Jahre Projektlaufzeit ermöglichen uns die nachhaltige Integration der Elektromobilität ins Netz nicht nur vorzudenken, sondern auch in Labor- und Feldtests in die Anwendung zu bringen.
  • 2 Labor- und ein Feldtest bringen die energiewirtschaftliche Theorie in die Praxis, um so eine umsetzungs- und marktnahe Forschung zu ermöglichen.
  • 1 Mission: Wir entwickeln marktnahe und zukunftsfähige Lösungen für die nachhaltige Integration von Elektromobilität in das intelligente Energiesystem moderner Großstädte
Struktur Cit E Life

Fokus aller Cluster in unIT-e² ist die reale Erprobung im Feld

Die im Cluster erarbeiteten Use-Cases werden im weiteren Verlauf des Projekts im Rahmen von Simulationen, Labor- und Feldtests untersucht. Besonderer Fokus im Cluster Cit-E-Life liegt dabei neben den aufgelisteten Use Cases auf den im Detail ausgeführten Use Cases „Gebäudeoptimierte Steuerung unter netzseitigen Nebenbedingungen“ und „Regelleistung durch Pooling“, die das Cluster Cit-E-Life von den anderen Clustern unterscheidet.

BUC Gebäudemanagement Nebenbedingungen

Beschreibung

  • Der Use Case Plim (Leistungslimitierung am Netzanschlusspunkt) wurde bereits für das Einfamilienhaus ausgearbeitet. Auch die marktliche Optimierung von Anlagen wurde in diesem Kontext betrachtet.
  • In diesem Use Case werden die genannten Anwendungsfälle im komplexen Umfeld des Mehrparteiengebäudes mit mehreren Netznutzern und Eigentumsverhältnissen zusammengeführt und betrachtet.
  • Potenzielle Flexibilitäten und Einspeiser sind hier:
    • Das zentrale HVAC-System (potenzielle Flexibilität)
    • Die Tiefgaragenstellplätze mit Wallboxen (potenzielle Flexibilität)
    • Die PV Anlagen (Überschusseinspeisung)
  • Im Gegensatz zum Einfamilienhaus wird hier davon ausgegangen, dass der Anschlussnehmende (Eigentümer), der Anschlussnutzende (Mieter) und der Fahrzeugnutzende verschiedene Personen sind.

Herausforderungen

  • Für Mehrparteiengebäude im urbanen Kontext sind verschiedenste Eigentumsverhältnisse vorstellbar. Folglich sind diverse Variationen dieses Use Cases erforderlich.
  • Die Verarbeitung der Leistungslimitierung am Netzanschlusspunkt hinter diesem ist zu erörtern. Hier ist sowohl eine statische wie auch dynamische Aufteilung vorstellbar.
  • Zudem ist die Frage zu stellen, wo sich die „Intelligenz“ im Gebäude befindet. Werden die diversen Signale und steuerbaren Einheiten durch ein zentrales Gebäudeenergiemanagementsystem oder dezentrale Energiemanagementsysteme für die jeweiligen Wohneinheiten verarbeitet und gesteuert?

Besonderheit im Cluster Cit-E-Life

  • Das Cluster Cit-E-Life ist das einzige Cluster im Projekt unIT-e², dass sich im Rahmen eine Use Cases mit dem komplexen und diversen Umfeld des Mehrfamilienhauses auseinandersetzt.

BUC Regelleistung durch Pooling

Beschreibung

  • Die ÜNB schreiben am Regelleistungsmarkt den Bedarf für den nächsten Tag aus (15 min Zeitscheiben).
  • Der Aggregator erhält vom OEM eine Prognose für das zur Verfügung stehende (abrufbare) Potenzial an Flexibilität seiner Kunden (EVs) und vermarktet dieses am Regelleistungsmarkt.
  • Kommt es zu Unausgeglichenheiten im Regelzonensaldo, rufen die ÜNB über den Aggregator (und dieser wiederum über den OEM) die vorab vereinbarte Menge an Regelleistung aus dem Fahrzeugpool ab.
  • Sowohl die Vorhaltung der Regelleistung als auch die Erbringung der Leistung wird dem Aggregator vergütet, welcher wiederum ein Vertragsverhältnis mit dem OEM (und dessen Kunden) hat.
  • Der Nachweis über erbrachte Regelleistung erfolgt über die Messwerterfassung.

Herausforderungen

  • Eine zentrale Herausforderung ist die Lokalisierung des Fahrzeugs im Stromnetz zum Zeitpunkt der Regelleistungserbringung.
  • Die Verarbeitung einer Leistungsbegrenzung am Netzanschlusspunkt bei gleichzeitiger Regelleistungserbringung am Netzanschlusspunkt stellt eine weitere Herausforderung dar.
  • Zudem stellt sich die Frage, wie und ob ein Nachweis über die erbrachte Regelleistung mithilfe des SMGWs gesendet werden muss.

Besonderheit im Cluster Cit-E-Life

  • Im Gegensatz zu den anderen Clustern wird im Cluster Cit-E-Life die Erbringung von Sekundärregelleistung durch den Aggregator (und OEM) betrachtet

Im Cluster Cit-E-Life sind vielfältige Kompetenzen vertreten

Ansprechpartner:in

Alexander Agnesens

Alexander Agnesens

Leitung Cluster Cit-E-Life
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Ansprechpartner:in

Andreas Weigand

Andreas Weigand

Leitung Cluster Cit-E-Life
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Aktuelles aus dem Cluster

06.09.2022 | cit-e-life

Cit-E-Life Clustertreffen am 19.07.2022 bei den Stadtwerken München

Im Rahmen des Projekts unIT-e² haben sich am 19.07.2022 die Partner des Clusters Cit-E-Life in…

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Simon Köppl
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Michael Hinterstocker
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Elisabeth Springmann
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